Häufige Fragen.
Antworten zu Sicherheit, Betrieb, Codekarte, Lizenz und Updates. Fehlt Ihre Frage, schreiben Sie uns – ohne Patientendaten.
01 / Allgemein
Allgemein
Was ist PraxisSchutz?
Eine Windows-11-Anwendung für Ordinationen. Sie verschlüsselt Patienten-PDFs lokal mit AES-256 und einem persönlichen Code pro Patientin oder Patient. Der Code wird auf einer Papierkarte übergeben, die geschützte Datei über das gewohnte E-Mail-Programm versendet.
Brauchen Patientinnen und Patienten eine App oder ein Konto?
Nein. Das geschützte PDF lässt sich in einem PDF-Programm mit AES-256-Unterstützung mit dem Code der Karte öffnen. Prüfen Sie die Anzeige vorab mit Testdaten auf typischen Patientengeräten.
Versendet PraxisSchutz E-Mails?
Nein. Die App erstellt nur die verschlüsselte Datei. Das Personal hängt sie im bestehenden E-Mail-Programm an und klickt selbst auf Senden.
Ist PraxisSchutz an meine Praxissoftware angebunden?
Nein. PraxisSchutz verarbeitet einfache PDF-Dateien, wie sie Praxissoftware, Drucker oder Scanner ablegen. Eine direkte Schnittstelle gibt es nicht.
02 / Sicherheit und Datenschutz
Sicherheit und Datenschutz
Werden Patientendaten in eine Cloud übertragen?
Nein. Patientenliste, Codes und Verarbeitung bleiben auf dem Praxis-PC. PraxisSchutz selbst stellt keine Netzwerkverbindungen her, auch nicht für die Lizenzprüfung. Die von Microsoft bereitgestellte WebView2-Laufzeit kann unabhängig davon Microsoft-Dienste kontaktieren.
Wie stark ist die Verschlüsselung?
Die PDFs werden mit qpdf nach dem Verfahren AES-256 (PDF 2.0, Revision 6) verschlüsselt. Der Patientencode besteht aus 20 zufälligen Buchstaben, das entspricht rund 86 Bit. Details stehen in der Sicherheitsarchitektur.
Kann der Hersteller meine Dokumente öffnen?
Nein. Es gibt keinen Generalschlüssel. Der Hersteller kennt weder Patientencodes noch Praxisschlüssel noch Wiederherstellungsschlüssel.
Ist PraxisSchutz DSGVO-konform?
PraxisSchutz ist ein Werkzeug, das den Inhalt von PDF-Anhängen schützt und keine Patientendaten an den Hersteller überträgt. Ob ein konkreter Versandprozess rechtlich geeignet ist, muss die Praxis als Verantwortliche gesondert prüfen. Wir geben dazu keine pauschale Zusicherung ab.
Was schützt PraxisSchutz nicht?
Die Originaldatei im Praxissystem, E-Mail-Betreff und Empfängeradresse, einen mit Schadsoftware befallenen PC und Fehlversand an eine falsche Adresse. Diese Punkte gehören zur allgemeinen IT-Sicherheit der Praxis.
03 / Installation und Betrieb
Installation und Betrieb
Welche Systemvoraussetzungen gibt es?
Windows 11 x64, Administratorrechte für die Installation und ein Papierdrucker für die Codekarte. Eine Internetverbindung ist für den Betrieb nicht nötig. Siehe Leitfaden für die IT-Betreuung.
Warum warnt Windows beim Installieren?
Die aktuelle Vorabversion ist noch nicht digital signiert. Windows kann deshalb „Unbekannter Herausgeber“ anzeigen. Vergleichen Sie die SHA-256-Prüfsumme und schalten Sie keine Schutzfunktionen ab; verwaltete PCs stimmen Sie mit Ihrer IT ab.
Können mehrere PCs dieselbe Patientenliste nutzen?
Derzeit nicht. Jedes Windows-Konto auf jedem PC hat eine eigene Patientenliste. Ein Patient, der an einem PC angelegt wurde, erscheint nicht an einem anderen. Eine portable Sicherung kann eine Liste auf eine leere Installation übertragen.
Ich sehe meine Patienten nach einem Neustart nicht. Sind sie weg?
Nach jedem Start ist die Praxis gesperrt. Geben Sie den Praxisschlüssel ein, um die Sitzung zu entsperren. Prüfen Sie außerdem, ob Sie am selben PC und unter demselben Windows-Konto angemeldet sind, unter dem die Patienten angelegt wurden. PraxisSchutz ersetzt einen vorhandenen Tresor nie still durch eine leere Liste.
Wo legt PraxisSchutz verschlüsselte Dateien ab?
Im Ordner Dokumente\PraxisSchutz\Ausgang. Das Original bleibt an seinem bisherigen Ort unverändert.
04 / Codekarte
Codekarte
Was tun, wenn eine Codekarte verloren geht?
Nach erneuter Eingabe des Praxisschlüssels können Sie den bisherigen Code ansehen und eine Ersatzkarte drucken oder einen neuen Code erzeugen. Bereits versendete PDFs öffnen sich weiterhin mit dem alten Code, neue PDFs mit dem neuen.
Warum nur auf Papier?
Der Code soll einen anderen Weg nehmen als die verschlüsselte Datei. Wer nur die E-Mail abfängt, hat keinen Code. Deshalb nicht „Microsoft Print to PDF“ verwenden und die Karte persönlich übergeben.
Was passiert, wenn ich den Praxisschlüssel vergesse?
Der Hersteller kann ihn nicht zurücksetzen. Die gespeicherten Codes bleiben dann gesperrt; bereits ausgegebene Karten öffnen versendete PDFs weiterhin. Verwahren Sie den Praxisschlüssel deshalb getrennt und geschützt.
05 / Lizenz und Updates
Lizenz und Updates
Was kostet PraxisSchutz?
299 Euro netto pro Praxis und Jahr, mit bis zu drei Aktivierungen. Abgerechnet wird per externer Rechnung und Überweisung. Siehe Lizenz und Preis.
Was passiert, wenn die Lizenz abläuft?
Neue Patientenänderungen und Verschlüsselungen sind gesperrt. Vorhandene Daten bleiben lesbar, Sicherung und Wiederherstellung bleiben erreichbar. Nichts wird gelöscht oder automatisch abgebucht.
Wie funktionieren Updates?
Die direkte Windows-Version aktualisiert sich nicht selbst. Erstellen Sie vor jedem Update eine portable Sicherung, lesen Sie die Versionshinweise und vergleichen Sie die Prüfsumme. Ein Vertrieb über den Microsoft Store mit automatischen Updates ist in Vorbereitung.
Welche Angaben braucht der Support?
Version, Windows-Version, Zeitpunkt und eine neutrale Fehlerbeschreibung. Bitte senden Sie keine Patientendaten, PDFs, Codes, Lizenz- oder Wiederherstellungsschlüssel.
Kontakt
Ihre Frage ist nicht dabei?
Wir antworten persönlich. Bitte beschreiben Sie den Ablauf, aber keine Patientendaten.