PraxisSchutz 0.2.0-rc.1 ist als öffentliche Vorabversion verfügbar. Windows-Abnahme und Signatur offen · Versionshinweise ›

Handbuch · IT-Betreuung

Leitfaden für die IT-Betreuung

Version 0.2.0Stand 16.10.2026Unsigniert · Abnahme offen

Technische Referenz für die Einführung auf einem Praxis-PC: Voraussetzungen, Installation, Selbsttest, Speicherorte, Netzwerkverhalten und Bindung an Benutzerkonten.

Systemvoraussetzungen

BetriebssystemWindows 11 x64 (Build 22000 oder neuer). Der Installer bricht auf älteren Systemen ab.
RechteAdministratorrechte für die Installation; die Arbeit erfolgt unter einem normalen Benutzerkonto.
LaufzeitMicrosoft Edge WebView2. Der Installer bringt eine Offline-Installation mit und richtet sie bei Bedarf ein.
Mitgeliefertqpdf 12.4.1 (in 0.2.0-rc.1) für die PDF-Verschlüsselung. Keine weiteren Abhängigkeiten.
PeripheriePapierdrucker für die Codekarte (A4).
InternetFür Betrieb und Lizenzprüfung nicht erforderlich.

Installation

  1. Installer und .sha256 von der Download-Seite laden und die Prüfsumme vergleichen:
    Get-FileHash .\PraxisSchutz_Windows_x64.exe -Algorithm SHA256
  2. Den Installer als Administrator ausführen. PraxisSchutz wird systemweit unter C:\Program Files\PraxisSchutz installiert. Für eine Installation ohne Dialoge unterstützt der NSIS-Installer den Schalter /S; diesen Weg nutzt auch der automatische Bau-Test.
  3. Danach unter dem Windows-Konto anmelden, das mit der App arbeitet, und dort Lizenz, Praxisschlüssel und Patientendaten anlegen.

Nicht signiert: Windows kann „Unbekannter Herausgeber“ anzeigen; Smart App Control oder Unternehmensrichtlinien können den Installer oder qpdf blockieren. Schalten Sie keine Schutzfunktionen ab. Stellen Sie die Installation in diesem Fall zurück und kontaktieren Sie uns.

Selbsttest

Der eingebaute Selbsttest prüft unter dem aktuellen Konto Tresor-Schutz, gebündeltes qpdf und eine synthetische Sicherung. Er verwendet keine Patientendaten.

Remove-Item $env:TEMP\praxisschutz-selftest.txt -ErrorAction SilentlyContinue
$p = Start-Process -Wait -PassThru -FilePath "$env:ProgramFiles\PraxisSchutz\praxisschutz.exe" -ArgumentList '--selftest'
$p.ExitCode
Get-Content $env:TEMP\praxisschutz-selftest.txt

Erwartet: Exitcode 0, erste Zeile OK, Schutzverfahren DpapiCurrentUser. Der Selbsttest ersetzt nicht den Praxistest mit Testpatient, Kartendruck und Öffnen des PDFs auf dem Patientengerät.

Speicherorte

PfadInhalt
%LOCALAPPDATA%\at.lugmayrkern.praxisschutz\vault\Patiententresor (vault.bin) und vorherige Generation (vault.bin.bak), DPAPI-gebunden. Nicht manuell verändern oder löschen.
%LOCALAPPDATA%\at.lugmayrkern.praxisschutz\licensing\Installations-ID und Registrierungsschlüssel dieses Kontos.
%LOCALAPPDATA%\at.lugmayrkern.praxisschutz\work\Temporäre Arbeitsdateien; werden beim Start geleert.
Dokumente\PraxisSchutz\Ausgang\Verschlüsselte Ausgabe-PDFs.

Ist der Ordner „Dokumente“ zu OneDrive umgeleitet, wird der Ausgangsordner mitsynchronisiert; er enthält nur verschlüsselte Dateien. Der Tresor liegt im lokalen, nicht servergespeicherten Profilteil. Sichern Sie ihn über die portable Sicherung der App, nicht durch Kopieren der Tresordatei – diese lässt sich nur unter demselben Konto auf demselben PC öffnen.

Benutzerkonten, PCs und Lizenz

  • Patientenliste, Lizenz und Installations-ID gehören zum Windows-Konto auf diesem PC.
  • Mehrere Konten oder PCs haben getrennte Patientenlisten und benötigen je eine eigene Aktivierung. Eine Praxislizenz umfasst bis zu drei Aktivierungen.
  • Eine gemeinsame Patientenliste für mehrere PCs gibt es in Version 0.2 nicht. Daten lassen sich per portabler Sicherung auf eine leere Installation übertragen.
  • Bei lokalen Windows-Konten kann ein vom Administrator erzwungenes Zurücksetzen des Kennworts den Zugriff auf DPAPI-geschützte Daten verhindern. Nutzen Sie die reguläre Kennwortänderung durch den Benutzer und halten Sie eine aktuelle portable Sicherung bereit.

Netzwerk und Datenschutz

PraxisSchutz stellt selbst keine Netzwerkverbindungen her: keine Telemetrie, keine Update-Abfrage, kein Lizenzserver. Die Oberfläche hat keinen Netzwerkzugriff. Die von Microsoft bereitgestellte WebView2-Laufzeit kann unabhängig von PraxisSchutz Microsoft-Dienste kontaktieren, etwa für eigene Updates. Für eine Firewall-Freigabe benötigt PraxisSchutz keine Regel.

Verwaltete und besondere Umgebungen

In einer Windows-11-Testumgebung geprüft sind Einzelplatz-Installationen mit lokalen Benutzerkonten. Nicht geprüft sind derzeit Terminalserver und Remotedesktop-Farmen, servergespeicherte oder temporäre Profile, Profil-Container sowie Richtlinien, die lokale Profildaten beim Abmelden löschen. In solchen Umgebungen kann der Tresor eines Kontos auf einem anderen Host fehlen oder beim Abmelden verloren gehen. Bitte stimmen Sie den Einsatz vorher mit uns ab.

Updates und Deinstallation

  • Die direkte Windows-Version aktualisiert sich nicht selbst. Vor jedem Update eine portable Sicherung erstellen; Ablauf unter Datensicherung und Updates.
  • Ältere Versionen über eine neuere zu installieren, verhindert der Installer, damit ein neueres Tresorformat nicht beschädigt wird.
  • Die Deinstallation entfernt das Programm. Bietet der Assistent an, Anwendungsdaten zu löschen, wählen Sie diese Option nur nach einer geprüften Sicherung.
  • Eine Bereitstellung über den Microsoft Store mit automatischen Updates ist in Vorbereitung und noch nicht zertifiziert.